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Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
Help e.V. leistet Not- und Katastrophenhilfe sowie langfristig angelegte Entwicklungs- und Wiederaufbauprojekte unter Einbeziehung klimarelevanter Aspekte. Als besondere Verpflichtung versteht der Verein die Unterstützung von Flüchtlingen in aller Welt. Nachdem sich die Hilfsmaßnahmen bis 1990 auf Afghanistan und pakistanische Flüchtlingslager konzentrierten, dehnte Help e.V. seine Hilfen anschließend auch auf andere Länder aus und ist heute weltweit in mehr als 30 Ländern tätig. Neben der Flüchtlingshilfe liegen die thematischen Schwerpunkte auf der Schaffung von Infrastruktur und Wohnraum, dauerhafter Existenzsicherung durch Einkommen schaffende Maßnahmen sowie Berufsbildung, medizinischer Nothilfe, Sicherstellung medizinischer Grundversorgung, Wasserversorgung, Ernährungssicherung und nachhaltiger Landwirtschaft. Nach dem Grundsatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ fördert die Organisation die Anstrengungen der Betroffenen, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft zu verbessern. Dabei kooperiert sie mit einheimischen Organisationen.
Opportunity International Deutschland (OID)
Der Arbeitsschwerpunkt von Opportunity International Deutschland (OID) liegt in der Armutsbekämpfung insbesondere in Ländern des globalen Südens. Durch Beratung, Schulungen und den Zugang zu finanziellen Ressourcen sollen in Armut lebende Menschen befähigt werden, ihre soziale und ökonomische Lebenssituation zu verbessern. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen entwickelt OID innovative Finanzierungskonzepte und fördert einkommensschaffende Maßnahmen. Zu den Zielgruppen gehören Menschen, die nach konventionellen Kriterien keine Chancen für den Erhalt eines Kredites und sonstiger finanzieller Ressourcen hätten. OID fördert die Eigeninitiative dieser Menschen und ermöglicht es diesen, ihre Geschäfte auszubauen, zu sparen und sich gegen eine unsichere Zukunft finanziell abzusichern. Die angebotenen Finanzprodukte, wie Kredite, Sparprodukte und Versicherungen, werden speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt. Der Großteil der von OID unterstützten Menschen sind Frauen.
KOLPING INTERNATIONAL Cooperation e.V.
Der KI Cooperation e.V. ist weltweit in etwa 40 Ländern tätig, wo er mit Kolping-Nationalverbänden und Stiftungen kooperiert, die die konkrete Projektarbeit vor Ort leisten. Hauptaufgabe des Vereins ist die Armutsbekämpfung durch die Gründung von Selbsthilfegruppen, durch Einkommen schaffende Maßnahmen und durch Angebote zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. So werden in Lateinamerika insbesondere Projekte zur Kleingewerbeförderung und beruflichen Bildung durchgeführt. In Afrika liegt der Fokus auf der ländlichen Entwicklung. Durch Schulungen und unterstützende Maßnahmen wie etwa den Bau von Brunnen und Zisternen werden die Bauern in die Lage versetzt, neben der Sicherung der eigenen Ernährung auch ein ausreichendes Zusatzeinkommen zu erzielen, um beispielsweise ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Durch die Gründung von Spargruppen und die Vergabe von Kleinkrediten wird die Gründung kleiner Unternehmen ermöglicht. Die Arbeit im Mikrofinanzsektor bildet neben der beruflichen Bildung auch in Asien einen Schwerpunkt. In den Ländern Osteuropas stehen Qualifizierungsmaßnahmen im Mittelpunkt der Aktivitäten. In allen Ländern gehört der Aufbau von Kolpinghäusern als Bildungs- und Begegnungsstätten zu den Kernaufgaben des Vereins.
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.
Die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. fördert kleine Selbsthilfegruppen, die sich für die Stärkung von Frauen, den Schutz der Umwelt und die Wahrung der Menschenrechte einsetzen – in Indien, Brasilien und mehreren afrikanischen Ländern. Der inhaltliche Fokus der Projekte liegt besonders auf der Stärkung von Frauen. Gezielt unterstützt die ASW auch eine ökologische kleinbäuerliche Landwirtschaft. Diese trägt zum Schutz der natürlichen Ressourcen, zu einer sicheren Ernährung, zur Reduzierung von Hunger und damit zum Stopp der Landflucht bei. Alle ASW-Projekte werden vor Ort initiiert, geleitet und durchgeführt – die ASW entsendet keine Fachkräfte. Mit kontinuierlicher Medien-, Bildungs- und Aufklärungsarbeit in Deutschland bringt die ASW das Anliegen ihrer Partner:innen in die Öffentlichkeit. Hierfür erstellt sie unter anderem Informationsmaterial, ein vierteljährlich erscheinendes Magazin und Themenhefte.
Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe –
Die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe – wurde 2003 errichtet und ist aus dem im Jahr 1981 gegründeten gleichnamigen Verein hervorgegangen. Die Organisation betreibt in verschiedenen Regionen Äthiopiens eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte. Alle Projekte werden unter Rücksichtnahme auf die bestehenden äthiopischen Verhältnisse sowie unter Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung geplant und durchgeführt. Sie haben die langfristige Sicherung der Lebensgrundlagen sowie die Verbesserung der Lebensqualität zum Ziel, damit den Menschen vor Ort auf Dauer ein Leben unabhängig von fremder Hilfe ermöglicht werden kann. Zu den konkreten Aktivitäten der Stiftung gehören der Bau von Schulen und Ausbildungszentren, Gesundheitsstationen, Brunnen und Wasserreservoirs zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Straßen und Brücken zur Anbindung entlegener Gegenden sowie Ausbildungsprogramme auf dem agro-technischen Sektor, Maßnahmen zur Bodenkonservierung, Aufforstung und Verbesserung der Land- und Viehwirtschaft.
Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland
Tänzerinnen und Tänzer müssen sich, im Unterschied zu vielen anderen Berufsgruppen, nach einer relativ kurzen aktiven Zeit auf der Bühne beruflich neu orientieren. Jede:r professionelle Tänzer:in wird daher mit Umschulung und Weiterbildung (Transition) konfrontiert. Die Stiftung TANZ – Transition Zentrum Deutschland fördert und unterstützt Tanzschaffende ideell und materiell bei ihren beruflichen Übergangsprozessen. Das Angebot der Stiftung steht allen Berufstänzer:innen offen. Die Stiftung berät Tanzschaffende insbesondere per Telefon, E-Mail oder im persönlichen Gespräch. Dabei werden Kompetenzen und Interessen herausgearbeitet, Zukunftsperspektiven entwickelt und konkrete Maßnahmen geplant. Die Stiftung veranstaltet deutschlandweit Workshops, vergibt Stipendien für Weiter- und Ausbildung sowie Hochschulstudien, hilft bei Antragstellungen, vermittelt Hilfe sowie finanzielle Unterstützung z.B. bei Invalidität und fehlendem sozialen Schutz bei freischaffender Tätigkeit. Regelmäßig führt die Stiftung TANZ Informationsveranstaltungen in Tanzkompanien, Tanzhäusern und Ausbildungsstätten durch. Neben einem Einzelcoaching begleitet sie individuelle Transition-Prozesse und bietet zudem psychologische Unterstützung in emotional schwierigen Situationen.
Tearfund Deutschland e.V.
Tearfund Deutschland e.V. ist eine international tätige Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungsorientierte Nothilfe. Sie ist selbständiger Teil der Tearfund Familie, einem weltweiten Netzwerk christlicher Werke der Entwicklungszusammenarbeit. Tearfund Deutschland setzt sich besonders für Menschen in krisengeschüttelten Ländern des Mittleren und Nahen Ostens sowie in Afrika ein. Die thematischen Schwerpunkte der Projektaktivitäten des Vereins liegen neben der Nothilfe vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene), Ernährungssicherung sowie Friedensförderung. Zur Umsetzung der Projekte verfügt der Verein zum Teil über feste Standorte mit eigenen Mitarbeitern, zum Teil erfolgt die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern oder Organisationen des Tearfund-Verbandes.
Heinz Sielmann Stiftung
Die Heinz Sielmann Stiftung setzt sich für den Natur-, Umwelt- und Artenschutz ein. Arbeitsschwerpunkte sind der Erhalt der Artenvielfalt, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Naturschutz und die Bewahrung des filmischen Erbes vom Naturfilmpionier Heinz Sielmann. Ein wesentliches Anliegen der Heinz Sielmann Stiftung ist es, letzte Rückzugsgebiete für die Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren. Mit dem Kauf großer unzerschnittener Landschaften in Brandenburg erhält und schafft die Heinz Sielmann Stiftung Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Außerdem fördert sie Biotopverbünde zum Beispiel am Bodensee oder entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, damit auf diesen Flächen Tier- und Pflanzenbestände sich frei vom wirtschaftlichen Nutzungsdruck erholen und verschwundene Arten zurückkehren können. Die Naturlandschaften der Stiftung sind zu Fuß, mit dem Rad oder auch per Kutschfahrt zu erleben. Auf Gut Herbigshagen bei Duderstadt bietet das Umweltbildungsteam das Natur-Erlebnisprogramm „Tage voller Vielfalt“ an.